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Archiv 1997

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Ausgabe 3 - Juli --- Kongressreport ---

 

 

 

2. Deutsch-Österreichisches Winterseminar für orthopädische Fußchirurgie vom 23.-28. Februar 1997 in Spitzingsee

 

I.Abramowski, Eisenberg

 

Auf Einladung der Präsidenten der Deutschen Assoziation für Fußchirurgie (D.A.F.), Herrn Prof.Dr.med.H.Küster und der Österreichischen Gesellschaft für Fußchirurgie, Herrn Prim.Dr.med.R.Widhalm trafen sich die Mitglieder beider Gesellschaften sowie fußchirurgisch interessierte Kollegen zu einer Arbeitstagung.

 

Der Tagungspräsident, Herr Dr.med.R.Bauer, hatte das Krankheitsbild des Hallux valgus und assoziierte Vorfußerkrankungen zum Hauptthema ausgewählt. Vor allem die radiologische Diagnostik am Vorfuß, das Durchführen von Winkelmessungen zur Indikationsstellung und die Wahl des Operationsverfahrens führte, basierend auf dem Vortrag der Kollegen Dr.Gruber und Dr.Siorpaes, zu einer lebhaften Diskussion, wobei vor allem Unzulänglichkeiten der röntgenologischen Meßtechnik zur Sprache kamen. Auch die verschiedenen Klassifikationsschemata des Hallux valgus im Hinblick auf ihre klinische Relevanz konnten ausreichend diskutiert werden.

 

In diesem Rahmen fanden sich mehrere Kollegen zusammen, die sich zum Ziel gesetzt haben, dieses Thema weiter auszuarbeiten. Die verschiedenen Operationsverfahren beim Hallux valgus wurden mit Angabe der Behandlungsergebnisse in mehreren Referaten umfassend dargestellt. Im Rahmen der freien Themen kamen die Therapie angeborener Erkrankungen am Fuß und auch chirurgisch -plastische Operationen bei Fußverletzungen zur Sprache. Herr Dr.Correll stellte als überregional bekannter Anwender der Ilisarov-Methode in zwei Vorträgen seine Ergebnisse bei verschiedenen Krankheitsbildern vor. Die Vorträge eines Tages beschäftigten sich mit dem Beruf des Fußpflegers, der industriellen Schuhfertigung und der Herstellung von orthopädischem Schuhwerk.

 

Schließlich wurden am letzten Tag noch operative Methoden und Therapiekonzepte bei Kleinzehendeformitäten erörtert. Dieses 2. Deutsch-Österreichische Winterseminar bot für alle Beteiligten sowohl beim wissenschaftlichen Programm als auch bei den Abendveranstaltungen eine gute Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen oder zu erneuern.

Unter dem Gesichtspunkt eines Freundschaftstreffens zwischen den Mitgliedern der Österreichischen und Deutschen Organisation für Fußchirurgie ist das nächste Treffen in Österreich für das Jahr 1998 bereits beschlossen.

 

3. D.A.F - Präparations-Anatomiekurs Fuß vom 11.-12. April 1997 in Kiel

 

J.Wehrmeijer, Bremen

 

Nach der Begrüßung der Teilnehmer und der Bekanntgabe organisatorischer Einzelheiten durch den Hausherrn, Prof.Tillmann, folgten die einleitenden Worte von Prof.Küster, der die positive Entwicklung auch der ambulanten Fußchirurgie und die damit zunehmende Bedeutung der Lokal- und Regionalanästhesieverfahren betonte.

Das didaktisch und inhaltlich wertvolle Referat über die "Anatomie der oberflächlichen Leitungsbahnen" übernahm Prof.Tillmann selbst, demonstrierte eine erlesene Auswahl an Bildmaterial und wies nochmals auf die Komplexität der Neuroanatomie am Fuß und ihre Bedeutung für die fachgerechte Lokalanästhesie hin. Ergänzend dazu konnten alle Teilnehmer die anatomische Sammlung im Zentrum für klinische Anatomie genau studieren und sich darüber auch einen räumlichen Eindruck der Leitungsbahnen und Logen am Fuß verschaffen.

 

Herr Schmalz, ein Mitarbeiter der Firma Astra, stellte neben der Geschichte der Lokalanästhesie die Vor- und Nachteile des neuen Medikamentes Naropin dar. Die "Lokal- und Leitungsanästhesie in der orthopädischen Fußchirurgie" behandelte Herr Dr.Wehrmeijer umfassend und verständlich in seinem Referat unter Beleuchtung zahlreicher praktischer Aspekte. Die Vorbereitung und Selektion der Patienten, Aufklärung, gesetze Ziele, Techniken, Indikationen, Dokumentations- und Abrechnungsfragen wurden angesprochen.

Der erste Tag endete mit einer Injektions- und Präparationsübung an fixierten Fußpräparaten, wobei zunächst farbmarkierte, erwärmte Gelantine an die zuvor besprochenen Leitungsbahmen injiziert wurde und anschließend nach Abpräparation der Haut der tatsächliche Ort der Injektionsstelle festgestellt werden konnte

 

Im Anschluß daran führten jeweils zwei Teilnehmer nach genauen Anweisungen durch Prof.Tillmann an einem Fußpräparat die schichtweise Präparation durch. Vertieft in dieseTätigkeit wurde die vorgesehene Zeit durch die Teilnehmer weit überschritten, so daß sich das gemeinsame Abendessen in der Altstadt ohne große zeitliche Verzögerung anschloß. Auch dabei erwies sich Prof.Tillmann als ein Kenner der "Materie".

Den Samstag vormittag eröffnete Prof.Tillmann und ging in seinem Vortrag näher auf die tiefen Leitungsbahnen und Logen am Fuß ein und schaffte damit die Voraussetzungen für die anschließende Präparation. Frau Dr. Fuhrmann berichtete über die Nervenengpaßsyndrome am Fuß, deren Diagnostik und operative Therapie, ehe Frau Dr.Lange aus anästhesiologischer Sicht die Schmerztherapie am Fuß und die Regionalanästhesie umfassend unter praktischen Gesichtspunkten darstellte.

Die anschließende Diskussion erbrachte vor allem unter Berücksichtigung der neu gewonnenen anatomischen Aspekte für alle Teilnehmer einen Wissenszuwachs. Aufbau und Spektrum des Kurses boten somit in idealer Weise einen besonderen Beitrag zur Fortbildung des fußchirurgisch tätigen Kollegen.

 

Das durch Prof.Tillmann und seine Mitarbeiter gestaltete angenehme Ambiente verdient dabei einen besonderen Dank.

 

D.A.F.-Expertengespräch " Hohlfuß" am 03. Mai 1997 in Baden-Baden

 

W.Rüther, Hamburg

Den Artikel finden Sie hier.

 

D.A.F.- Workshop "Klumpfuß" am 13. Juni 1997 in Bremen

 

Bericht folgt in der nächsten D.A.F.-News-Ausgabe

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